Heimat Immobilien Blog | 27.10.2026 | Lesedauer 7 min.
Privater Immobilienverkauf Schritt für Schritt erklärt

Nadine Mathur
Immobilienmaklerin
Expertin für Social Media und Vermarktung
Ein privater Immobilienverkauf bedeutet, den gesamten Verkauf eigenständig zu steuern, von der ersten Einschätzung bis zur Schlüsselübergabe. Dieser Weg ist möglich und erlaubt, verlangt aber Vorbereitung, Marktkenntnis und Zeit.
Dieser Ratgeber führt Sie durch alle Schritte und zeigt, worauf es bei Preis, Unterlagen und Präsentation ankommt. Ebenso ordnen wir ein, wann professionelle Begleitung im höherpreisigen Segment die sicherere Wahl ist.
1. Einstieg in den Themenbereich
Die wichtigsten Fakten
Ein privater Immobilienverkauf verläuft in acht aufeinander aufbauenden Schritten von der Wertermittlung bis zur Übergabe.
- Marktwert ermitteln: Den realistischen Verkaufspreis über Vergleichsobjekte, Lage, Zustand und Wohnfläche bestimmen.
- Unterlagen zusammenstellen: Grundbuchauszug, Flurkarte, Grundriss, Wohnflächenberechnung und Energieausweis beschaffen
- Exposé erstellen: Objektbeschreibung, helle Fotos und Grundriss mit korrekten Pflichtangaben zu einem seriösen Exposé zusammenführen.
- Objekt bewerben: Das Angebot auf reichweitenstarken Immobilienportalen veröffentlichen und über das eigene Umfeld verbreiten.
- Besichtigungen durchführen: Einzeltermine vorbereiten und auf Fragen zu Zustand, Nebenkosten und Umgebung vorbereitet sein.
- Preis verhandeln: Mit einer festen Preisuntergrenze sachlich verhandeln und Bonität sowie Finanzierung der Interessenten prüfen.
- Kaufvertrag beurkunden: Den Kaufvertrag beim Notar prüfen und beurkunden lassen, da der Verkauf erst damit rechtsgültig wird.
- Immobilie übergeben: Ein Übergabeprotokoll mit Zählerständen, Schlüsseln und festgehaltenen Mängeln von beiden Seiten unterschreiben lassen.
Was der Weg in Eigenregie für Eigentümer bedeutet
Beim Verkauf in Eigenregie übernehmen Sie alle Aufgaben selbst, die sonst ein Maklerbüro bündelt. Bewertung, Unterlagen, Vermarktung, Besichtigungen, Preisverhandlung und die gesamte Abwicklung bis zum Notar liegen dann in Ihrer Hand.
Wer sein Haus ohne Makler verkaufen möchte, plant dafür am besten mehrere Wochen bis Monate ein. Wie lange es am Ende dauert, hängt von Objekt, Lage und Nachfrage ab.
Rechtlich ist der Privatverkauf unproblematisch. Der Kaufvertrag muss allerdings zwingend notariell beurkundet werden, denn ohne diese Beurkundung kommt kein gültiger Vertrag zustande.
Vorausgesetzt werden außerdem eine gute Erreichbarkeit für Interessenten, Verhandlungsgeschick und ein solides Grundwissen zu Marktwert und Vertragsrecht. Nicht zu unterschätzen ist die emotionale Seite, denn der Verkauf der eigenen vier Wände fällt vielen schwer, und gerade in Verhandlungen zahlt sich eine sachliche Distanz aus.
Worin sich die Vermarktung mit und ohne Fachbüro unterscheide
Der zentrale Unterschied liegt in der Verteilung der Aufgaben. Ein Fachbüro bündelt Bewertung, Exposé, Reichweite und Verhandlung, während im Alleingang alles bei Ihnen bleibt.
Ob Sie Ihr Haus mit oder ohne Makler verkaufen, wirkt sich vor allem auf die Reichweite aus. Profis nutzen kostenpflichtige Portalplatzierungen, gepflegte Käuferdatenbanken und persönliche Netzwerke, zu denen Privatpersonen in der Regel keinen Zugang haben.
Auch bei der Preisdurchsetzung zeigt sich ein Unterschied, weil ein neutraler Dritter in Gesprächen oft höhere Abschlüsse erzielt. Emotionen bleiben außen vor, und sachliche Argumente wirken aus neutralem Mund häufig überzeugender.
Hinzu kommen die Rechtssicherheit bei den Pflichtangaben und der deutlich geringere Zeitaufwand, wenn ein Büro die Termine koordiniert.
Für welche Eigentümer sich der Alleingang eignet
Der Alleingang passt zu Eigentümern, die Zeit, Marktkenntnis und organisatorisches Geschick mitbringen. Besonders geeignet sind einfache, gut vergleichbare Objekte in gefragten Lagen mit einer klaren Preisfindung, und erst recht, wenn bereits ein konkreter Käufer im eigenen Umfeld bereitsteht.
Wer eine Immobilie ohne Makler verkaufen will und diesen Fall vor sich hat, steht vor einer überschaubaren Aufgabe, bei der im Grunde nur noch die Abwicklung ansteht.
Gegen den Alleingang sprechen dagegen komplexe Objekte oder Situationen wie ein Erbfall, eine Scheidung oder ein eingetragenes Wohnrecht. Entscheidend ist eine ehrliche Selbsteinschätzung, ob Aufwand und Risiko wirklich zum eigenen Alltag passen.
Welche Gründe für den Alleingang sprechen
Der häufigste Beweggrund ist die Ersparnis bei den Vermittlungskosten, die sonst anteilig auf den Eigentümer entfallen.
Für den privaten Verkauf von Immobilien spricht außerdem die volle Kontrolle über Preisgestaltung, Besichtigungstermine und die Kommunikation mit Interessenten. Viele schätzen den direkten Draht zu den Käufern, ohne dass eine Instanz dazwischensteht.
Hinzu kommen Flexibilität bei Tempo und Ablauf sowie eine hohe Transparenz, weil Sie jede Anfrage und jedes Angebot selbst kennen. Diese Vorteile greifen allerdings nur dann, wenn Sie genügend Zeit und Vorbereitung investieren.
Wie viel sich an Provision tatsächlich einsparen lässt
In Hessen liegt die übliche Vermittlungsprovision bei rund 5,95 Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Seit Dezember 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer diese Kosten in der Regel zu gleichen Teilen.
Wer ohne Makler verkaufen möchte, spart damit den eigenen Anteil von etwa 2,975 Prozent. Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro sind das rund 11.900 Euro, bei 600.000 Euro etwa 17.850 Euro.
Diese Summe ist allerdings nur die eine Seite der Rechnung. Ihr steht der eigene Aufwand gegenüber, und ein professionell erzielter Mehrpreis kann die vermeintliche Ersparnis schnell übersteigen.
Entscheidend ist daher nicht die reine Kostenersparnis, sondern der tatsächliche Nettovorteil nach Abzug aller Eigenkosten.
Warum die volle Kontrolle über den Ablauf reizt
Im Alleingang bestimmen Sie den Zeitpunkt der Vermarktung, die Preisstrategie und die Zielgruppe selbst.
Alle Besichtigungen steuern Sie direkt, ohne Termine mit Dritten abstimmen zu müssen. Das unmittelbare Feedback aus den Gesprächen fließt sofort in Ihre Strategie ein, und Exposé, Fotos sowie Beschreibung gestalten Sie ganz nach eigenen Vorstellungen.
Diese Kontrolle wird allerdings nur dann zum Vorteil, wenn das nötige Fachwissen vorhanden ist. Fehlt die Marktdistanz, kippt sie leicht in Selbstüberschätzung.
Welche Hürden Eigentümer dabei unterschätzen
Beim Immobilienverkauf von privat wird die realistische Preisfindung am häufigsten unterschätzt, dabei entscheidet sie unmittelbar über Erlös und Verkaufsdauer. Dazu kommt der hohe Zeitaufwand für Anfragen, Besichtigungen und Verhandlungen, der sich neben Beruf und Alltag deutlich bemerkbar macht.
Rechtliche Fallstricke bei Pflichtangaben, Mängelhaftung und Vertragsgestaltung bergen weitere Risiken. Oft erschwert zudem die emotionale Bindung an das Objekt eine sachliche Verhandlung, und vielen fehlt die Routine, die Bonität von Interessenten einzuschätzen, was zu geplatzten Finanzierungen und verlorener Zeit führen kann.
Warum der realistische Angebotspreis zur größten Herausforderung wird
Ein zu hoher Preis schreckt Interessenten ab und führt zu einer langen Standzeit am Markt.
Ein zu niedriger Preis verschenkt dagegen bares Geld, das sich im Nachhinein nicht mehr zurückholen lässt.
Bleibt ein Objekt lange sichtbar, entsteht schnell der Eindruck eines Mangels, und der erzielbare Preis sinkt weiter. Private Anbieter orientieren sich zudem oft an Wunschvorstellungen statt an belastbaren Vergleichsdaten.
Spätere Preissenkungen wirken dann wie ein Eingeständnis und schwächen die eigene Verhandlungsposition. Eine tragfähige Einschätzung stützt sich deshalb immer auf objektive Quellen wie vergleichbare Objekte, die Lage und den Zustand.
Wie viel Zeit und Fachwissen der Alleingang verlangt
Schon vor dem ersten Inserat binden Exposé, Fotos und Beschreibung mehrere Tage. Danach fallen über Wochen hinweg laufend Anfragen, Rückrufe und Terminabstimmungen an.
Ein Wohnungsverkauf ohne Makler beansprucht viele Abende und Wochenenden, denn jede Besichtigung will vorbereitet sein. Parallel müssen Sie sich Fachwissen zu Marktwert, Vertragsrecht und Pflichtangaben eigenständig aneignen.
Die gesamte Verkaufsdauer reicht je nach Objekt, Lage und Preis von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Entsteht Zeitdruck, steigt das Risiko, dass Fehler den Prozess verzögern oder gefährden.
Welche rechtlichen Fehler teuer werden können
Verschwiegene oder sogar arglistig verschwiegene Mängel zählen zu den größten Risiken. Sie können zu Schadenersatz und im schlimmsten Fall zur Rückabwicklung des Verkaufs führen.
Unvollständige oder fehlerhafte Angaben im Exposé begründen ebenfalls Haftungsrisiken. Fehlt der Energieausweis oder ist er falsch, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.
Unklare Regelungen zu Inventar, Übergabe und Zahlung sorgen nach dem Abschluss häufig für Streit, und eine fehlende Bonitätsprüfung kann die Finanzierung platzen lassen. Eine saubere, notariell geprüfte Vertragsgestaltung schützt deshalb beide Seiten.
5. Der Ablauf
So läuft die Vermarktung in Eigenregie Schritt für Schritt ab
Der Ablauf beim Wohnungsverkauf folgt einer klaren Reihenfolge, die mit der Wertermittlung beginnt und über Unterlagen, Exposé und Vermarktung bis zum Notar und zur Übergabe führt.
Je sauberer Sie vorbereiten, bevor das Objekt online geht, desto reibungsloser läuft der Rest. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf, und Lücken rächen sich später oft teuer.
Eine gute Dokumentation sorgt dafür, dass nichts vergessen wird und Interessenten schnell Antworten erhalten.
Den realistischen Marktwert des Objekts bestimmen
Die Grundlage bildet das Vergleichswertverfahren. Dabei orientieren Sie sich an ähnlichen, kürzlich verkauften Objekten in vergleichbarer Lage.
In die Einschätzung fließen zusätzlich Baujahr, Zustand, Ausstattung, Wohnfläche und der energetische Standard ein.
Wer eine Eigentumswohnung privat verkaufen möchte, zieht außerdem die Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse heran. Wichtig ist, zwischen den Angebotspreisen auf Portalen und den tatsächlich erzielten Verkaufspreisen zu unterscheiden.
Reine Online-Rechner erfassen die Besonderheiten eines Objekts nur grob. Eine belastbare Grundlage liefert deshalb eine fundierte Einschätzung durch Fachleute.
Für eine verlässliche Zahl bietet sich eine fundierte Bewertung Ihrer Immobilie an. Gerade hier ist es wichtig, Wunsch und aktuelle Marktlage realistisch einzuschätzen, um das Objekt auf den Plattormen nicht zu “verbrennen”.
Alle notwendigen Unterlagen zusammenstellen
Zu den Basisdokumenten gehören der Grundbuchauszug, die Flurkarte und ein amtlicher Lageplan. Hinzu kommen Grundrisse, die Wohnflächenberechnung und eine Baubeschreibung.
Eine Checkliste für den privaten Hausverkauf sollte außerdem den Energieausweis als gesetzlich vorgeschriebenes Pflichtdokument enthalten. Bei Eigentumswohnungen kommen die Teilungserklärung, die Protokolle der Eigentümerversammlung, der Wirtschaftsplan und die Hausgeldabrechnungen hinzu.
Ergänzend sind Nachweise über Modernisierungen, Sanierungen und laufende Belastungen sinnvoll. Fehlende Unterlagen verzögern den Verkauf und verunsichern Interessenten spürbar.
Ein überzeugendes Exposé gestalten
Ein gutes Exposé verbindet eine aussagekräftige Objektbeschreibung mit allen relevanten Fakten zu Lage, Größe und Ausstattung, ergänzt um hochwertige, helle Fotos, die die Räume vorteilhaft und zugleich realistisch zeigen. Wer seine Wohnung privat verkaufen will, sollte außerdem den Grundriss als festen Bestandteil einplanen, damit sich Interessenten schnell orientieren.
Eine klare Struktur und fehlerfreie Texte vermitteln Seriosität, und die Pflichtangaben wie die Energiekennwerte gehören korrekt und vollständig hinein. Eine ehrliche Darstellung beugt späteren Enttäuschungen und Rücktritten vor.
Den realistischen Marktwert des Objekts bestimmen
Die größte Aufmerksamkeit erzielen Sie auf reichweitenstarken Portalen wie ImmoScout24 und Immowelt. Ergänzend lohnt sich die Verbreitung über soziale Netzwerke und das eigene Umfeld.
Über die Klickrate entscheiden vor allem ein aussagekräftiger Titel und die ersten Fotos. Passen Sie den Zeitpunkt der Veröffentlichung an die saisonale Nachfrage an und reagieren Sie zügig auf Anfragen, denn das erhöht die Abschlusschancen.
Die Grenzen privater Reichweite gegenüber professionellen Vermarktungskanälen sollten Sie dabei realistisch einschätzen.
Besichtigungen vorbereiten und durchführen
Vor jedem Termin sollte das Objekt aufgeräumt, gereinigt und ansprechend hergerichtet sein.
Einzeltermine sind Sammelbesichtigungen meist vorzuziehen, weil sie gezielte Gespräche ermöglichen. Bereiten Sie sich auf typische Fragen zu Nebenkosten, Zustand und Umgebung vor und halten Sie die Unterlagen samt Energieausweis griffbereit.
Schätzen Sie Interessenten sachlich ein und halten Sie Rückmeldungen nach jedem Termin fest.
Denken Sie auch an Sicherheitsaspekte und räumen Sie persönliche Wertgegenstände vorher weg.
Preisverhandlungen souverän führen und übermitteln
Legen Sie vorab eine klare Preisuntergrenze fest, die Sie für sich behalten.
Ihre Argumente untermauern Sie mit Fakten zu Lage, Zustand und Vergleichswerten. Wahren Sie dabei emotionale Distanz und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Prüfen Sie Bonität und Finanzierungsnachweis, bevor Sie etwas zusagen, und setzen Sie Ihren Verhandlungsspielraum gezielt und dosiert ein. Verbindlich wird eine Zusage ohnehin erst mit dem notariellen Vertrag.
Kaufvertrag und Notartermin richtig abwickeln
Die notarielle Beurkundung ist gesetzlich vorgeschrieben und macht den Verkauf erst rechtsgültig. Der Notar entwirft den Vertrag neutral und klärt beide Parteien über ihre Rechte und Pflichten auf.
Prüfen Sie den Vertragsentwurf vor dem Termin sorgfältig, besonders die Punkte zu Zahlung, Übergabe und Inventar. Die Notar- und Grundbuchkosten von rund 1,5 Prozent des Kaufpreises trägt üblicherweise der Käufer.
Als Verkäufer sollten Sie die Löschung bestehender Grundschulden und die Lastenfreistellung rechtzeitig veranlassen. Kaufpreiszahlung und Eigentumsübergang erfolgen erst, wenn die vereinbarten Bedingungen erfüllt sind.
Die Übergabe sauber dokumentieren
Erstellen Sie zur Übergabe ein Protokoll mit den Zählerständen für Strom, Gas und Wasser und halten Sie den Zustand der Immobilie sowie etwaige Mängel schriftlich fest.
Dokumentieren Sie Anzahl und Art der übergebenen Schlüssel und listen Sie mitverkauftes Inventar eindeutig auf. Beide Parteien unterschreiben das Protokoll als Nachweis, anschließend sollten die Ummeldungen bei Versorgern und Behörden zeitnah angestoßen werden.
Welche Kosten beim Alleingang entstehen
Auch ohne Provision ist der Privatverkauf nicht kostenlos.
Für Portalinserate fallen für Privatpersonen je Objekt Gebühren an, und professionelle Fotos oder digitales Home Staging verbessern die Präsentation gegen Aufpreis.
Hinzu kommen die Kosten für den Energieausweis je nach Ausweisart sowie die Beschaffung von Grundbuchauszug, Flurkarte und weiteren Unterlagen. Möglich sind außerdem Ausgaben für ein Gutachten oder eine Wertermittlung und, bei vorzeitiger Ablösung eines Kredits, eine Vorfälligkeitsentschädigung.
Welche Ausgaben trotz fehlender Courtage anfallen
Die Inseratskosten auf den Portalen tragen Sie ohne Maklerzugang direkt selbst, dazu kommen Aufwendungen für Fotografie, Grundrisse und eine ansprechende Aufbereitung.
Für amtliche Dokumente und Grundbuchauszüge fallen Gebühren an, ebenso Fahrt- und Zeitkosten für Besichtigungen und Behördengänge. Bei Unsicherheiten zur Vertragsgestaltung kann eine Rechtsberatung sinnvoll sein. In Summe sollten Sie diese Beträge der eingesparten Provision gegenüberstellen.
Womit Eigentümer bei Energieausweis und Gutachten rechnen müssen
Ein Verbrauchsausweis kostet meist rund 50 bis 100 Euro, während ein Bedarfsausweis mit höherem Aufwand bei etwa 300 bis 500 Euro liegt.
Der Energieausweis muss spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden und gilt zehn Jahre.
Für ein ausführliches Wertgutachten sollten Sie je nach Umfang mit mehreren Hundert bis zu einigen Tausend Euro rechnen. Oft genügt für die Preisfindung eine kurze Marktwerteinschätzung, während ein Vollgutachten eher bei besonderen Anlässen sinnvoll ist.
Welche typischen Fehler den Erfolg gefährden
Die größten Risiken entstehen aus einer unrealistischen Preisvorstellung ohne belastbare Datengrundlage und aus lückenhaften oder fehlenden Unterlagen zum Vermarktungsstart.
Schwache Fotos und wenig aussagekräftige Exposés kosten Aufmerksamkeit, eine fehlende Bonitätsprüfung kostet Zeit. Dazu kommen eine emotionale Verhandlungsführung ohne klare Strategie und die Unterschätzung von Zeitaufwand und rechtlichen Pflichten.
Woran Eigentümer im Alleingang am häufigsten scheitern
Am häufigsten scheitert der Alleingang an einer falschen Preisfindung, die zu langer Standzeit oder verschenktem Erlös führt.
Unvollständige Pflichtangaben ziehen spätere Haftungsrisiken nach sich. Viele unterschätzen, was beim privaten Hausverkauf zu beachten ist, und werden von Menge und Qualität der Anfragen überrascht.
Eine mangelnde Erreichbarkeit lässt Interessenten abspringen, und fehlt in Verhandlungen die nötige Distanz, endet der Verkauf oft ungünstig.
Auch die Formalitäten bei Vertrag, Finanzierung und Übergabe werden regelmäßig unterschätzt.
Welche Mythen rund um den Alleingang kursieren
Ein verbreiteter Irrglaube lautet, ein Verkauf in Eigenregie sei immer deutlich günstiger. Ebenso hält sich die Annahme, jedes Objekt verkaufe sich bei hoher Nachfrage von allein.
Auch der Mythos, Besichtigungen und Verhandlungen seien schnell nebenbei erledigt, hält der Praxis selten stand. Dazu kommt die Vorstellung, ein hoher Angebotspreis lasse sich jederzeit nachträglich korrigieren.
Besonders riskant ist der Glaube, rechtliche Risiken seien beim Privatverkauf zu vernachlässigen. Und schließlich ist die Annahme falsch, Reichweite und Käuferzugang seien ohne Profi gleichwertig.
8. Welche typischen Fehler
Wann professionelle Unterstützung die bessere Wahl ist
Professionelle Begleitung zahlt sich vor allem bei komplexen Objekten, unklaren Eigentumsverhältnissen oder hohen Werten aus.
Das Gleiche gilt, wenn Zeit, Marktkenntnis oder Verhandlungserfahrung fehlen.
In emotional belasteten Situationen wie einem Erbfall, einer Scheidung oder einem eingetragenen Wohnrecht entlastet ein erfahrenes Team spürbar. Steht der bestmögliche Verkaufspreis im Vordergrund oder bestehen Unsicherheiten zu Pflichtangaben, Haftung und Vertragsgestaltung, ist die fachliche Begleitung die sicherere Wahl.
Gerade im gefragten Rhein-Main-Gebiet rund um Hanau ist die Preisfindung anspruchsvoll, weil Nachfrage und Objektvielfalt hoch sind.
In welchen Situationen sich ein Fachbüro auszahlt
Besonders bei höherpreisigen Objekten rechnet sich ein Fachbüro, weil ein erzielter Mehrpreis die Provision übersteigen kann. Auch erklärungsbedürftige Immobilien mit besonderem Zuschnitt oder Sanierungsbedarf profitieren von professioneller Vermarktung.
Ein Immobilienverkauf privat ohne Makler stößt an Grenzen, wenn Ihnen die Zeit fehlt oder Sie außerhalb der Region wohnen. Bei Verkäufen unter Zeitdruck sorgt ein Büro für eine schnelle, gezielte Vermarktung.
Hinzu kommen Situationen mit rechtlichen Besonderheiten wie Wohnrecht, Nießbrauch oder einer Erbengemeinschaft. Und überall dort, wo Diskretion und eine selektierte Käuferansprache zählen, spielt ein erfahrenes Team seine Stärken aus.
Wie ein erfahrenes Team im höherpreisigen Segment Sicherheit schafft
Den Ausgangspunkt bildet eine fundierte, datenbasierte Wertermittlung als Grundlage für eine realistische Preisstrategie, auf die eine professionelle Aufbereitung mit hochwertigen Fotos, 360 Grad Rundgängen und Drohnenaufnahmen folgt. Ein eingespieltes Team spricht gezielt geprüfte, bonitätsstarke Käufergruppen an und übernimmt Unterlagen, Termine, Verhandlung und Abwicklung aus einer Hand.
Bei Pflichtangaben, Haftungsfragen und der Vertragsgestaltung sorgt es für Absicherung. Die lokale Marktkenntnis in Hanau, dem Main-Kinzig-Kreis und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet ermöglicht eine treffsichere Positionierung, die den Unterschied macht.
Fragen und Antworten
Kann man eine Immobilie privat ohne Makler verkaufen?
Ja, der Verkauf ist ohne Makler erlaubt. Eigentümer übernehmen dann Bewertung, Unterlagen, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung selbst.
Was ist beim privaten Immobilienverkauf zu beachten?
Wichtig sind ein realistischer Preis, vollständige Unterlagen, ein gültiger Energieausweis, Pflichtangaben und eine saubere Vertragsabwicklung.
Welche Unterlagen braucht man für den Verkauf in Eigenregie?
Nötig sind Grundbuchauszug, Flurkarte, Grundriss, Wohnflächenberechnung und Energieausweis, bei Wohnungen zusätzlich die Teilungserklärung.
Wer zahlt beim Privatverkauf die Notarkosten?
Üblicherweise trägt der Käufer die Notar- und Grundbuchkosten. Der Verkäufer zahlt meist nur die Löschung bestehender Grundschulden.
Welche Steuern fallen beim privaten Immobilienverkauf an?
Spekulationssteuer fällt an, wenn zwischen Kauf und Verkauf keine zehn Jahre liegen. Bei durchgehender Eigennutzung entfällt sie meist.
Kontakt – Heimat Immobilien
Wir sind für Sie da!
Haben Sie Fragen oder benötigen Unterstützung bei Ihrem Immobilienvorhaben? Füllen Sie einfach das Formular aus, und wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen. Ob unverbindliche Beratung, konkrete Anfrage oder individuelle Lösung – wir helfen Ihnen gerne weiter!

